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Mut ein Startpunkt, Mein Weg

In meinem siebten Artikel in der Reihe: Mein Weg, Pilger sein im täglichen (Arbeits-) Lebenwerde ich mich mit dem Thema Mut beschäftigen. Jede Person hat Mut.

Nicht jede startet am gleichen Punkt auf dem Mut-Spektrum. Mut ist ein Prozess bei dem es wichtig ist auf sich selbst acht zu geben, zu sich selbst ehrlich und offen zu sein, sich auf Ungewissheit einzulassen, zu lernen Risiken einzugehen, Verantwortung zu übernehmen und seine eigenen Grenzen zu kennen und immer wieder zu überprüfen.

Ich lade Sie, ich lade Dich, ein mir weiter auf einer sehr persönlichen Reise zu folgen. Auf meinem Weg.

Mut am Jakobsweg

Um mich auf den Weg zu machen benötigte ich an sich schon eine große Portion Mut. Ein Projekt, wie den Jakobsweg zu starten und sich dabei jeden Tag auf Unbekanntes einzulassen, ist zu Beginn gar nicht fassbar. Alles ist neu! Der bisher gelebte Tagesablauf, die gelernten und gewohnten Routinen, nichts davon ist übertragbar.

Wie hab ich das gemeistert? Wie habe ich mich so weit selbst gecoacht, dieses Unterfangen überhaupt anzugehen?

Mut ist sicher ein Teil davon. Dieser war aber nicht von Beginn an so stark in mir. Ich hatte so vieles in mir, das das Gefühl von Angst, Überforderung, Unsicherheit und Zweifel auslöste und das ich zu überwinden versuchen musste. Dieser Versuch, dieses Experiment ist es auch, was es mir überhaupt ermöglichte dieses Wagnis, diese Zeit der inneren Unsicherheit zu zu lassen und über lange Zeit zu akzeptieren.

Jeder Tag, den wir nach Westen in Richtung unseres Zieles unterwegs waren, erforderte von uns mutig zu sein. Ich habe lernen müssen, darauf zu vertrauen, dass meine Grundbedürfnisse gedeckt werden. Oft kam in mir Panik auf, wenn es um den nächsten Schlafplatz am Jakobsweg ging. Ich habe in mir gespürt, dass dieses Bedürfnis einer gesicherten Unterkunft und die damit verbundene Erholung eine zentrale Rolle für mein Wohlbefinden einnimmt.

Ich wollte aber den Jakobsweg auch nutzen um diese Abhängigkeit jeweils Tag für Tag immer weiter hinter mir zu lassen. Dabei lernte ich mutig zu sein und mich auf den Weg und seine Gegebenheiten einzulassen. Wir organisierten erst nachdem Mittagessen den Schlafplatz für den kommenden Abend. So lernte ich langsam, Schritt für Schritt, diese Spannung in mir loszulassen und der dafür aufgewendeten Energie freien Lauf zu lassen.

Mut ein Startpunkt, am Jakobsweg

Mut ein Startpunkt

Vieles in unserem Leben benötigt Mut. Immer wenn ich spüre ich verlasse meine Komfortzone und starte etwas Neues. Dieser Startpunkt ist ein Prozess. Etwas mutig anzufangen, hinter sich zu lassen, zu verändern, aus dem gewohnten einen Schritt zu Seite zu machen oder Verantwortung zu übernehmen. Ohne Mut bleibe ich dort wo ich mich wohlfühle, ich gut zurecht komme, alles so bleibt wie es schon immer war, ich bleibe stehen oder wie ein Coachee zu mir sagte: „Ich habe das Gefühl ich stecke fest.“.

Der Mut-Prozess kann sich langsam entwickeln. Er muss nicht gleich spürbar sein. Seine Stärke liegt in der Entwicklung. Dieser Prozess unterscheidet sich auch für viele Menschen. Es gibt nicht den einen Mut für alle. Jede Person zeigt seine eigene Art mutig zu sein. Manch eine ist sehr schnell beim Risiko eingehen, bei Veränderung, beim Angehen von Neuen Dingen in ihrem Leben. Eine andere Person handelt mit Bedacht, wägt die Risiken vorher ab, geht die Dinge etwas gemächlicher an.

Wie bei allen Dingen im Leben ist Mut und der Prozess mutig zu sein, zu werden nicht Entweder-oder, Schwarz oder Weiß, sondern liegt auf einem breitem Mut-Spektrum.

Jede Person startet somit an einer anderen Stellen auf dem Mut-Spektrum, darum gelingt es manchen Menschen leichter und anderen nicht so leicht mutig zu sein. Dabei handelt es sich aber nur um den Startpunkt des Prozesses, wie mutig jede Person in ihrem Leben ist und wie sie damit für sich gut voranschreitet kann, entwickelt und verändert sich im Laufe des Lebens.

Mut als Startpunkt, so viele Hinweise!

Mut zur Entwicklung

Wie starte ich nun den Mut-Prozess? Wie zuvor beschrieben startet jede Person auf dem Mut-Spektrum an ihrer eigenen Stelle. Sich dieser Stelle bewusst zu werden ist der erste Schritt. Wo befinde ich mich auf meinem persönlichen Weg mutiger oder weniger mutiger (risikobereit) zu werden?

Dieser erste Schritt zur Entwicklung bedarf an sich schon eine Portion Mut. Um diesen zu meistern ist es hilfreich, sich selbst vorab besser kennen zu lernen. Durch dieses Kennenlernen ist es möglich über sich selbst hinauszuwachsen und die eigenen Ängste zu überwinden. Eine Veränderung stellt sich dann wie von Geisterhand selbst ein.

Mit der Gewissheit, ich schaffe das, kann ich mögliche Zweifel hinter mir lassen.

Mut auf sich zu achten

Nun habe ich den ersten Schritt getan und mich auf den Weg meinen Mut zu spüren gemacht. Dabei ist es aber wichtig auf sich selbst zu achten und seine Werte und Bedürfnisse nicht außer Acht zu lassen. Ich sorge mich um mich selbst. (Selbstfürsorge)

Dieses Nachdenken über die eigenen Möglichkeiten, diese Selbstreflexion, ermöglicht es die eigenen Stärken zu entdecken und dort im Mut-Prozess weitere Schritte zu setzen.

Mut auf sich zu achten, Pflege

Mut zur Offenheit

Mutig zu sein ermöglich es auch sich zu zeigen, wie man ist und auch sich selbst zu sein. Diese Art des authentischen Auftreten stärkt auch das Vertrauen, das andere in mich schenken und ermöglich es mir für andere da zu sein.

Diese Offenheit beginnt immer in einem Selbst. Zu lernen auf sich zu hören und wahrzunehmen wie man als Ganzes und aus welchen Teilen sich diese Ganze zusammensetzt ist ein wichtiger Schritt sich auf dem Mut-Spektrum weiter zu bewegen. Stärkeres Vertrauen und Offenheit in sich selbst stärkt auch den eigenen Mut.

Mut zur Ungewissheit

Jeder Tag bringt etwas, das sich nicht planen, nicht vorhersehen lässt. Den eigenen Weg gehen, heißt auch mit dieser Ungewissheit, mit dem mir Unbekannten umzugehen. Mut benötige ich vor allem zu diesen Zeiten. Wenn ich mich auf Neues einlasse, besteht immer die Möglichkeit, dass ich noch nicht damit zurecht komme. Es verlangt von mir einen Schritt zu setzen den ich zuvor noch nicht gemacht habe.

Dabei ist der Mut, vor diesem sicher schon in mir vorhanden, auch wenn ich mir dessen noch nicht bewusst bin. Es gibt eine Vielfalt an Erfahrungen die ich selbst oder eine vertraute Person in meinem Umfeld schon gemacht haben, die es mir möglich machen, Neues mir Unbekanntes, mutig anzugehen. Diese Stärken auf die ich in diesem Moment zurückgreife haben sich in meinem persönlichen Mut-Prozess schon entwickeln und zeigen können. Ich erinnere mich an diese und schöpfe daraus die Kraft für das Neue.

Mut zur Ungewissheit, wo geht es lang?

Mut Risiken einzugehen

Wenn ich dabei meine Komfortzone verlasse, spüre ich eine Art von Neugier und Energie die es mir ermöglicht mutig Risiken einzugehen. Auch die Unsicherheit, die dabei aufkommenden Zweifel helfen mir für mich passende Entscheidungen zu treffen. Jede Entscheidung die ich treffe bringt mich in meinem Mut-Prozess weiter und verschiebt meinen persönlichen Startpunkt auf dem Mut-Spektrum.

Ich lerne Ja zu sagen, zu den Dingen die ich wirklich in meinem tiefsten Inneren machen möchte, zu den Dingen die zu meinen Werten und Bedürfnissen passen. Ich lerne Nein zu sagen, zu allem was nicht zu meinem authentischen Ich passt und mich nicht auf mich selbst acht geben lässt.

Manchmal trete ich dabei vielleicht in die „Kacke“ von anderen. Doch auch das gehört dazu mutig Risiken einzugehen.

Mut Verantwortung zu übernehmen

Mit all den Entscheidungen die ich treffe übernehme ich auch Verantwortung. Ich übernehme die Verantwortung mir selbst, anderen und der Sache gegenüber.

Daher ist es für den Mut-Prozess wichtig sich selbst Ziele zu setzen, die der eigenen Vision im (Arbeits-) Leben entsprechen und mich einen Schritt weiter bringen. Jedes übernehmen von Verantwortung hilft mir dabei mich selbst weiterzuentwickeln und meinen Mut zu stärken.

Mut zu eigenen Grenzen

Wie das Nein-Sagen setzt auch das Festlegen von eigenen Grenzen Mut voraus. Was schaffe ich, was ist mir zu viel? Was passt zu mir, was passt nicht zu mir? Was möchte ich wirklich, was mache ich nur aus Gewohnheit oder für andere?

Hier sind bewusste Grenzen nach Außen und nach Innen wichtig. Dieses mutige Grenzen setzen hilft mir auch dabei auf mich selbst zu achten.

Manchmal sind es aber genau diese alten Grenzen die mich von einer mutigeren Lebensweise abhalten. Deshalb ist es immer wieder angebracht sich seiner Grenzen bewusst zu werden und eine Aktualisierung vorzunehmen. War es noch vor Monaten nicht möglich für mich eine direkte Aussage zu treffen und mich festzulegen, kann das im Hier und Jetzt schon wieder anders sein. Die Grenze hat sich verschoben.

Ein Teil von mir wird sich auf die alten Grenzen berufen, wenn ich etwas Neues, etwas Anderes machen möchte. Nun gilt es sich auf diplomatischer Weise mit sich selbst über die Grenzverschiebung zu einigen. Auch dieses Verhandeln gehört dazu und stärkt den eigenen Mut.

Mutig in die Zukunft

Ich hoffe es wurde ersichtlich, dass Mut und der Mut-Prozess sich auf einem Mut-Spektrum bewegen. Jede Person hat einen Mut-Startpunkt und kann sich in beide Richtungen am Spektrum entwickeln.

Dabei ist es wichtig auf sich selbst acht zu geben, zu sich selbst ehrlich und offen zu sein, sich auf Ungewissheit einzulassen, lernen Risiken einzugehen, Verantwortung zu übernehmen und seine eigenen Grenzen zu kennen und immer wieder zu überprüfen.

Ich wünsche Ihnen/Dir eine mutige Zukunft!


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Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Unternehmen kennenzulernen.

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